POM Homopolymer, hochviskos
MFR ≈ 2,5 — Am zähesten
Dicke Wände, dauerbeanspruchte Bauteile, wo das Material sein Maximum geben muss.
Für alles, was sich bewegt.
{{SALTI}}Werkstoffe › Polyacetal (POM)
Geringe Reibung, Maßhaltigkeit und hervorragende Ermüdungsfestigkeit: Zahnräder, Führungen, Nocken, Scharniere. POM wird allerdings nicht über eine einzige Achse gewählt: wie gut es fließt — der Schmelzindex schwankt um das Sechsfache — und ob es Homo- oder Copolymer ist. Das Homopolymer ist steifer und fester, das Copolymer verträgt heißes Wasser, Laugen und Dauerwärme besser.
Nur zwei der vier Stufen unten tragen Zahlen, und der Grund ist die Fließfähigkeit: die Zeile nennt 190 °C und 2,16 kg, und von den Datenblättern im Archiv gibt gut ein Drittel der POM-Typen die Prüfbedingungen an. Ohne sie wird ein Typ keiner Viskositätsstufe zugeordnet, und die beiden mittleren Stufen bleiben unter der Schwelle: wir lassen sie lieber leer, als sie mit einer Zahl zu füllen, die nicht trägt. Die Fließfähigkeit ist ein wichtiges Kriterium für die einwandfreie Formfüllung, aber nicht das einzige: der Typ ist auch nach Ermüdungs-, Schlag-, Reibungs- und Verschleißverhalten sowie nach der Einsatzumgebung zu wählen, und dabei zwischen POM-Homopolymer, POM-Copolymer und modifizierten Formulierungen zu unterscheiden. Und POM lässt sich ohne Vorbehandlung weder kleben noch lackieren: über 230 °C im Zylinder zersetzt es sich und setzt Formaldehyd frei.
MFR ≈ 2,5 — Am zähesten
Dicke Wände, dauerbeanspruchte Bauteile, wo das Material sein Maximum geben muss.
Allzweck
Zahnräder, Führungen, Ventilkörper: die Ausgangswahl.
Typabhängiger Wert: im Datenblatt des gewählten Werkstoffs prüfen.
Einfach zu verarbeiten
Komplexe Geometrien, Mehrfachwerkzeuge, kurze Zyklen.
Typabhängiger Wert: im Datenblatt des gewählten Werkstoffs prüfen.
MFR ≈ 15 — Dünn und steif
Lange Fließwege, dünne Wände, feine Details, die dennoch steif bleiben müssen.
Jede Zeile ist der Median einer Auswahl von Herstellerdatenblättern aus unserem Archiv, mit Eigenschaft, Norm und Anzahl der Typen neben dem Wert. Diese Angaben beschreiben das Kollektiv: sie dienen dem Vergleich der Stufen untereinander, nicht der Bauteilauslegung, und sind keine zugesicherte Werkstoffspezifikation. Dafür braucht es das Datenblatt des gewählten Typs, das wir auf Anfrage liefern.
Wo eine Stufe keinen Wert zeigt, war das dokumentierte Kollektiv nicht ausreichend: wir nehmen die Zahl lieber heraus, als eine zu veröffentlichen, die nicht trägt. HDT und Schlagzähigkeit fehlen bewusst, weil die Datenblätter die Prüfbedingung oft nicht angeben — ob HDT bei 1,8 oder 0,45 MPa, ob der Schlagprüfkörper gekerbt ist — und unter verschiedenen Bedingungen erhobene Werte nicht vergleichbar sind.
Bauteile aus unseren eigenen Anlagen: Geometrien, die anderswo Werkzeuge erfordern würden, Oberflächen im eigenen Haus.




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